Unitrend Installationen GmbH

Wie sind Sie in die Branche eingestiegen?

Mein Ziel war es immer schon einen hohen Lebensstandard zu erreichen und da gehört es auch dazu, im Winter eine warme Wohnung zu haben, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist. Die Installateurbranche hat mich immer schon interessiert und dementsprechend hat es sich in diese Richtung entwickelt. Mit 15 Jahren habe ich in Wien die Lehre begonnen und habe dann schlußendlich die Meisterschule absolviert.

Was lieben Sie an Ihrer Branche?

An meiner Branche liebe ich die vielfältige Technik. Durch den Fortschritt muss man immer am neuesten Stand bleiben und deswegen erfülle ich meinen Beruf mit Liebe. Wichtig ist mir auch, den Kun- den die Technik so leicht verständlich wie möglich zu erklären. Es erfüllt mich mit Stolz, ein vollendetes Projekt zu sehen und zu wissen, dass ich das Projekt geplant und gemanaget habe und wieder eine technische Raffinesse eingebaut habe.

Was kritisieren Sie an Ihrer Branche?

Viele Unternehmen jonglieren mit Dumpingpreisen, mit welchen die Branche ruiniert wird. Man wird mit seiner Qualität verdrängt, weil sich die Kunden für den billigeren Kostenvoranschlag entscheiden, wodurch sie aber im Endeffekt draufzahlen, weil die Qualität darunter leidet und einfach billigere Produkte eingebaut wer- den. Beim Kostenvoranschlag appelliere ich auch sich die Details anzuschauen, man darf mit der Qualität nicht sparen, das zahlt sich langfristig aus! Ich möchte alle Mängeln im Vorhinein ausschließen und auf die Kundenwünsche eingehen.

Was haben Sie in der Zukunft vor?

Ich habe große Expansionspläne, ich orientiere mich in Richtung Entwicklung neuer Technologien.

Ein Auftrag der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich hatte viele großartige Projekte, aber ich bin ein Unternehmer der stets in die Zukunft schaut, ich lebe nicht in der Vergangenheit, nur so baue ich mich selber auf und motiviere mich.

Wie sehen Sie den Stellenwert der ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund?

Sie sind selbstverständlich unverzichtbar. Jedoch müssen sie auf unser Wirtschaftsleben vorbereitet werden. Hilf- reich hierbei wären Vorbereitungskurse für beispielsweise Gesetze und Sprache.

Was sind die Zukunftsaussichten Ihrer Branche und inwiefern wird sich die Branche ändern/Inwiefern bereitet sich die Branche bzw. Ihr Unternehmen auf die neu- en ökologischen Herausforderungen vor?

Die Politik stoppt viel in Richtung erneuerbare Energien und ökologischer Entwicklung, man könnte einige Kosten sparen. Alleine mit eigenen Kläranlagen könnte man Tausende Euro sparen. Die Branche wird sich auf die erneuerbaren Energien spezialisieren müssen. Ich kritisiere als Unternehmer auch die großen Bauhäuser, durch das Do-it-Yourself Prinzip wird der “Pfusch” zugelassen. Unsere Installateurbranche sehe ich dadurch auf wackligen Füßen, ich brauche eine Konzession um eine Heizung zu installieren und die Privatleute installieren dies ohne jegliches Fachwissen, mit durchwegs min- derer Qualität. Weiters kritisiere ich auch die großen Einkaufszentren, dadurch entsteht das Geschäftssterben. Durch diese Entwicklungen sterben viele Handwerks- betriebe und unzählige Arbeitsplätze.

Inwiefern unterstützt Sie die Regierung/ Wirtschaftskammer bzw. hindert Sie?

Die Wirtschaftskammer hat mir noch nie geholfen und wie ich mich bei ihnen er- kundigen wollte, waren sie nicht in der Lage mich zu informieren. Die Gesetze bezüglich der Lehrlinge müssen auch gemildert werden, die Lehrlinge werden zu stark geschützt, unter diesen Verhältnissen nehme ich keine Lehrlinge auf.

Sind Sie für oder gegen eine Reichensteuer?

Erfolgreiche Geschäftsmänner haben ihr Leben lang fest Steuern gezahlt und haben sich das Vermögen auch redlich verdient. Die “Reichen” und das Vermögen darf man nicht aus Österreich verjagen.